Europa ist zurück in der Küche! Von türkischen Firmen trudeln Bestellungen ein

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Angesichts der Gefahr, dass Gashähne aufgrund gegenseitiger Sanktionen mit Russland geschlossen werden, bereiten sich die europäischen Länder darauf vor, in diesem Winter die Öfen anzuzünden, sowohl angesichts des starken Anstiegs der Strompreise als auch angesichts des Ansturms auf die Heizung im Winter. Als aus nordeuropäischen Ländern Aufträge an türkische Herdhersteller eingingen, stieg der Absatz von Elektroheizungen in einigen Ländern um 35 %.

UNTERNEHMEN SCHIFFEN ÖFEN NACH EUROPA

Die Holzpreise sind in vielen Ländern gestiegen, während der Öffentlichkeit empfohlen wird, Kerzen und dicke Kleidung für den Winter aufzusparen. Çetin Tecdelioğlu, Vorstandsvorsitzender der Istanbul Ferrous and Non-Ferrous Metals Exporters Association (IDDMIB) und stellvertretender Leiter der Versammlung der türkischen Exporteure, sagte: „In den letzten Monaten haben wir von unseren Mitgliedern Informationen erhalten, dass ein schwerer Ofen Bestellung ist vor allem aus nordeuropäischen Ländern eingegangen. Wichtige Aufträge aus der Gießereibranche. Laut Sabahs Bericht haben unsere Unternehmen wieder mit der Produktion begonnen, weil sie die Produktion von Öfen vor langer Zeit eingestellt haben. Istanbuler Unternehmen erhalten schwere Aufträge. In diesen turbulenten Zeiten, die durch die Stromkrise in Europa entstanden sind, suchen die Menschen natürlich nach Alternativen. Auch bei den Strompreisen. „Es gab erhebliche Preissteigerungen. Daher lesen wir, dass die Holzpreise in einigen Ländern enorm gestiegen sind“, sagte er.

In Deutschland wurde eine Liste der Dinge erstellt, die während eines Stromausfalls benötigt werden, und es hieß, dass Werkzeuge wie Kerzen, Kleidung und Campingkocher bereitstehen sollten. Ähnliche Nachrichten kamen aus der Schweiz. Werner Luginbühl, Chef der Eidgenössischen Elektrizitätskommission, forderte die Bevölkerung auf, sich mit Kerzen und Holz einzudecken.

WÄRMEUMSATZ STEIGT UM 35 PROZENT

Zudem stiegen die Verkäufe von Elektroheizungen in Deutschland, das sich in diesem Winter auf eine mögliche Stromkrise vorbereitet. Laut GFK-Daten wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 in Deutschland rund 600.000 Heizgeräte verkauft. Diese Zahl bedeutet eine Steigerung von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Der Verkauf von Elektroheizungen ist in den letzten zwei Monaten enorm gestiegen, und uns gehen die Heizgeräte aus“, sagte Frank Doring, Inhaber des Elektrofachmarkts Eisen Doring in Berlin.

WÄRMEKRAFTWERKE WERDEN WIEDER GEÖFFNET

Laut dem Haushaltsstrompreisindex in Europa zahlt ein Haushalt in Großbritannien eine Rechnung von 305 Euro pro Monat. In Belgien und den Niederlanden werden 213 Euro bzw. 358 Euro gezahlt. Die Staats- und Regierungschefs der EU einigten sich letzte Woche darauf, den Gasverbrauch in diesem Winter um 15 % zu senken, um die Strompreise niedrig zu halten. Eine Reihe von Ländern hat beschlossen, ihre Kohlekraftwerke wieder zu öffnen, um der Versorgungsunsicherheit und steigenden Rechnungen zu begegnen.

Die Niederlande haben die Gesetzgebung geändert, damit ihre thermischen Kraftwerke bis Ende 2023 mit voller Kapazität betrieben werden können. Frankreich und Österreich planen, Kohlekraftwerke vor dem Winter wieder zu eröffnen. Deutschland plant, 10 Gigawatt Kohlekapazität wieder ins Netz einzuspeisen, um einer möglichen Gasknappheit zu begegnen. Auch die Kohleimporte aus den Vereinigten Staaten, Australien und Südafrika werden voraussichtlich zunehmen, um neu eröffnete Kraftwerke zu versorgen. Die EU ist bei etwa 45 % ihrer Kohleimporte von Russland abhängig.

EINSCHRÄNKUNGEN IN DER SCHWEIZ

Der Chef des Bundesamtes für Elektrizität, Werner Luginbühl, hat davor gewarnt, dass es wegen der Stromkrise im Winter zu zeitweisen Stromausfällen im ganzen Land kommen könnte. Der Sprecher des Bundesamtes für Finanzen, Bildung und Forschung (DEFR), Thomas Grunwald, sagte, die Behörden des Landes könnten in diesem Winter Beschränkungen des Stromverbrauchs auferlegen.

EU: VORBEREITEN

Der Hohe Vertreter der Europäischen Union (EU) für Außenbeziehungen und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, sagte, dass die europäische Verstärkung in der Ukraine „bereit sein muss, den Preis zu zahlen“. Unter Hinweis darauf, dass alle Kriege „in Verhandlungen enden“, sagte Borrell: „Die Tatsache, dass wir der Ukraine Militärhilfe anbieten, bedeutet nicht, dass wir nicht unser Bestes tun, um zu verhandeln.“ Der Beamte fügte hinzu, dass die Situation in der Ukraine Europa direkt betreffe.

SPARPLAN IN SPANIEN

In Spanien ist der Energiesparplan in Kraft getreten. Im Zuge der Energieeinsparung wird der Einsatz von Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden, Gewerbeflächen, Kaufhäusern, Verkehrsinfrastruktur wie Flughäfen, Bahnhöfen und Bushaltestellen, Kulturstätten und Hotels den ganzen Sommer über bei 27 Grad unterbrochen. Außerdem werden nach 22:00 Uhr die Fenster öffentlicher Gebäude, Geschäfte und Einkaufszentren geschlossen. Wer sich nicht an den Plan hält, kann mit einer Geldstrafe von 60.000 Euro belegt werden. Der Plan soll bis zum 1. November 2023 umgesetzt werden.

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